Alexander Soukup

Schlosser. Widerstandskämpfer. Hingerichtet.

* 1901    † 1943

 

Lebenslauf

Alexander Soukup wurde am 6.1.1901 in Neusiedl/Fürstenfeld geboren. Er arbeitete als Schlosser in Präbichl/Eisenerz (Steiermark).

Widerstand, Verhaftung, Todesurteil

Am 15. 11. 1941 wurde Alexander Soukup verhaftet und am 10. 5. 1943 gemeinsam mit Martin Michelli, Johann Pech und Siegfried Pichler (alle hingerichtet) zum Tode verurteilt. Am 7.9.1943 wurde er im Landesgericht I in Wien hingerichtet.

Aus dem Urteil

„Alexander Soukup war von Michelli schon zum ersten Treffen am Krumpen eingeladen worden, hatte sich aber aus Zeitmangel entschuldigt. Zum Treffen am Rheinlandhaus ging er. Er sagte, er habe das aus Geschäftsgründen getan, denn seine Frau hatte eine Bahnhofgastwirtschaft gepachtet; er selbst habe als Schlosser am Erzberg den Boykott der Gastwirtschaft durch die Arbeiter gefürchtet, wenn er nicht zu Michellis Treff gehe. Seit wann beugt man sich im nationalsozialistischen Reich vor kommunistischen Terror? (…) Auf dem Treff wandte er sich zwar gegen Sabotage, aber nicht aus Grundsatz, sondern weil das zu gefährlich und weil man dazu zu schwach sei. Er ließ sich von Michelli als Zellenkassierer missbrauchen (…)“

Gedenkort - Straflandesgericht Wien

Im ehemaligen Hinrichtungsraum des Wiener Landesgerichts findet sich sein Name auf einer der Gedenktafeln.

Quellen


Porträt teilen